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Von unseren Hunden erwarten wir heutzutage sehr viel. Als hochsoziale Rudeltiere sollen sie einerseits problemlos den halben Tag allein bleiben, uns andererseits trotz ihres feinen Gehörs und Geruchssinns ungerührt durch den Straßenverkehr begleiten. Mit allen anderen fremden Hunden und Menschen, denen sie begegnen bitteschön auf Anhieb gut auskommen, denn das leiseste Knurren stempelt unseren Hund in der Öffentlichkeit zur gemeingefährlichen Bestie. Selbstverständlich muss unser Hund in jeder Situation gehorsam sein. Und jagt er, der geborene Hetzjäger, einmal Wild, so gilt dies als schwerwiegendes Fehlverhalten.
Es spricht für die beachtliche Anpassungsfähigkeit der Hunde, dass sie tatsächlich lernen können, all diese Anforderungen im Grossen und Ganzen zu erfüllen. Jedoch bedarf ein Hund unserer Anleitung, um sich in unserer menschlichen Welt zurechtzufinden. Damit Sie sich Ihrem Hund verständlich machen können, müssen Sie als Hundehalter nachvollziehen können, wie Hunde denken und lernen in welcher Gefühlswelt sie leben. Sie brauchen übrigens nicht zu befürchten, dass Sie Ihrem Hund durch konsequente Erziehung etwas von seiner Lebensfreude nehmen oder dass Gehorsamsübungen auf eine Art Kasernenhofdrill hinauslaufen. Im Gegenteil, Ihr Hund fühlt sich nur dann wirklich wohl und geborgen, wenn er in einem geordneten "Rudelverband" leben kann, der von einem freundlichen, fähigen Anführer (das sind Sie!) geleitet wird.
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